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Girls’Day & Boys’Day in Klasse 7

In Klasse 7 kannst Du bereits Deinen ersten Praxistag im Betrieb machen – am Girls’Day bzw. Boys’Day. Diesen Tag gibt es für ganz Deutschland. Die Betriebe sind daher darauf eingestellt, dass Schülerinnen und Schüler kommen und über die Schulter schauen. Welcher Tag das ist, sagt Dir Dein Klassenlehrer oder Deine Klassenlehrerin. Du kannst das aber auch auf den Webseiten www.girls-day.de und www.boys-day.de nachlesen. Aus der Schule nimmst Du eine Bescheinigung mit, die Du dann im Betrieb stempeln und unterschreiben lässt. Dadurch hast Du eine Teilnahmebescheinigung.

 

Das Schnupperpraktikum in Klasse 8

In Klasse 8 gehst Du bereits eine Woche in eine Betrieb und sollst dort mitarbeiten. Dabei lernst Du einfache, typische Tätigkeiten im Betrieb kennen und erlebst die Struktur der Arbeitstage. In der Schule sollst Du dann von den typischen Tätigkeiten und den Arbeitsabläufen im Betrieb berichten können. Achte genau darauf, wie es sich anfühlt, im Betrieb den ganzen Tag zu arbeiten, anstatt morgens in der Schule zu lernen.

 

Das Blockpraktikum in Klasse 9

In Klasse 9 dauert das Schülerbetriebspraktikum bereits drei Wochen im Block, also am Stück. Daher heißt es Blockpraktikum. Während des Praktikums beobachten wir Lehrer und auch Du selbst bereits genau Deine Schlüsselkompetenzen. Das heißt also, wie sieht’s aus mit dem Durchhaltevermögen oder mit Deiner Pünktlichkeit? Wie ist es mit deiner Teamfähigkeit und dem Arbeitstempo? Bist Du auch körperlich belastbar, wenn es die Arbeiten erfordern oder bist Du auch lernbereit, wenn neue oder etwas schwierigere Arbeitsaufträge auf Dich zu kommen.

 

Schlüsselkompetenzen sind im Prinzip in jedem Berufsfeld gleichermaßen erforderlich. Daher ist es nicht schlimm, wenn Du keinen Praktikumsplatz in Deinem Wunschberufsfeld selbst findest. Du kannst Dich in dem Fall in einem geeigneten Betrieb vorstellen, die Dein Lehrer Dir vorschlägt.

 

In der Nachbesprechung zum Praktikum bespricht Dein Lehrer mit Dir genau, was schon richtig gut war und was noch nicht so gut funktionierte. Es ist also nicht so schlimm, wenn es noch nicht mit allen wichtigen Schlüsselkompetenzen geklappt hat. Die Ergebnisse der Besprechung sollen Dir dann helfen, in Klasse 10 im Langzeitpraktikum den nächsten Schritt zu gehen.

 

Das Langzeitpraktikum in Klasse 10

Im Langzeitpraktikum (LZP) arbeitest Du fast das ganze Schuljahr zwei Tage in der Woche im Betrieb. Das heißt, montags, donnerstags und freitags hast Du Schule und dienstags und mittwochs gehst Du im Betrieb arbeiten. Damit der Betrieb Dich am Anfang gut kennenlernen kann und damit Du die Betriebsabläufe gut verstehst, findet zu Beginn des LZPs eine zweiwöchige Blockphase statt.

 

Dein Klassenlehrer bzw. deine Klassenlehrerin ist für das LZP Dein Ansprechpartner. Mit ihm bzw. mit ihr kannst Du alle auftretenden Probleme oder Schwierigkeiten besprechen. Er oder sie steht dir auch an deinen betrieblichen Arbeitstagen zur Verfügung und steht im engen Kontakt mit Dir und dem Betrieb.

 

Im Langzeitpraktikum entwickelst Du stetig Deine Schlüsselkompetenzen in Bezug zur Arbeit und auch in Bezug zum Lernen in der Schule weiter. Es sind immer noch die gleichen Schlüsselkompetenzen, die bereits Thema im Blockpraktikum in Klasse 9 waren.

Gleichzeitig beschäftigst Du Dich jetzt auch viel intensiver mit speziellen, berufsbezogenen Inhalten und Tätigkeiten. Daher ist es jetzt wichtig, dass Du Dein Praktikum in einem Berufsfeld machst, dass Deinen Interessen und Fähigkeiten entspricht. Aber keine Sorge, natürlich dürfen sich Deine Interessen oder Wünsche auch weiterhin ändern.

 

Auch ist es wichtig, dass das Berufsfeld, in dem Du Dein LZP beginnst, Ausbildungsmöglichkeiten bietet, bei denen die sogenannten Zugangsvoraussetzungen zu für Dich später erreichbaren Schulabschlüssen passen. Das zu erkennen ist sehr schwierig. Daher beraten wir Lehrer Dich bei der Praktikumsplatzsuche für das LZP sehr intensiv.

 

Das Langzeitpraktikum – ein KAoA-Standardelement

Das Langzeitpraktikum ist ein Standardelement der Landesintiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ und ist damit ein Teil der Berufsorientierung allgemeinbildender Schulen, der vom Land Nordrhein Westfalen unterstützt und gefördert wird. Die Kuhlenkampschule führt dieses Element in unterschiedlichen Formen seit dem Schuljahr 2003/2004 erfolgreich durch, zunächst unter dem Projekttitel „Betrieb und Schule (BuS)“. 

Schüler und Schülerinnen mit besonderem Förderbedarf können durch das Langzeitpraktikum berufliche Anforderungen mit individuellen Stärken und Schwächen abgleichen, um nach ihrem Schulabschluss einen Anschluss in einem geeigneten Ausbildungsberuf zu erreichen.

Sie können ihre Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verbessern, ohne das Erreichen des Schulabschlusses zu beeinträchtigen.

Durch das Langzeitpraktikum können Schüler und Schülerinnen den Zusammenhang zwischen schulischen und beruflichen Anforderungen erkennen, erleben sich als „Mitarbeiter“ im beruflichen Kontext und erhalten dadurch eine Wertschätzung außerhalb der Schule. Dies führt häufig zu einem Motivationsschub auch für schulische Inhalte. Die Schüler und Schülerinnen entwickeln eine realistische Berufsperspektive und können über einen längeren Zeitraum ihre Stärken herausarbeiten, entwickeln und präsentieren.

Der Schule erschließen sich tiefere Einblicke in betriebliche Strukturen und Abläufe, wobei sich die Ausbildungspartner wechselseitig zu neuen Erkenntnissen verhelfen.

Die Betriebe erhalten die Chance, einen Schüler oder eine Schülerin als Mitarbeiter für ein Jahr zu gewinnen und sich ein realistisches Bild vom Potential zu machen. Der Betrieb erhält den Anreiz, einen passgenauen Mitarbeiter für eine spätere Ausbildung zubekommen.

Aus den Evaluationen vergangener Jahre ging hervor, dass viele Schülerinnen und Schüler in späteren Jahren nach Abschluss an der Kuhlenkampschule erfolgreich Berufsausbildungen abgeschlossen oder eine Arbeitsstelle gefunden haben. Evaluiert wurde in Bezug zu erwarteten Möglichkeiten nach dem Besuch einer Förderschule mit Förderschwerpunkt Lernen eine hohe Übergangsquote in den ersten Arbeitsmarkt.