Das Langzeitpraktikum im Rahmen des Neuen Übergangssystems Schule- Beruf in NRW

 

Das Projekt „Betrieb und Schule – BUS“ , an dem die Kuhlenkampschule seit dem Schuljahr 2003/2004 erfolgreich teilgenommen hat, wurde ab 2014 / 2015 in das neue Übergangssystem „Kein Abschluss ohne Anschluss – KAoA“ übergeleitet.
Laut SBO 6.4  soll KAoA …

“ergänzend zum Betriebspraktikum das Langzeitpraktikum ausgewählten Schüler/-innen auf freiwilliger Basis die Möglichkeit bieten, trotz fachlicher bzw. persönlicher Schwierigkeiten einen direkten Übergang von der Schule in eine Ausbildung zu erreichen. , Schüler/-innen mit besonderem Förderbedarf können

berufliche Anforderungen mit individuellen Stärken und Schwächen abgleichen, um nach ihrem Schulabschluss einen Anschluss in einem Ausbildungsberuf zu erreichen (Sach- und Urteilskompetenz)

ihre Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verbessern, ohne das Erreichen des Hauptschulabschlusses zu beeinträchtigen (Entscheidungs- und Handlungskompetenz)“.

Das Langzeitpraktikum, das ein Schuljahr umfasst, bietet aus unserer Sicht   die beste Möglichkeit für die Schüler/innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf mit ihren multiplen Hemmnissen einen direkten Übergang in den ersten Arbeitsmarkt zu erreichen.

Dabei sind sehr gute Erfahrungen mit zwei Arbeitstagen pro Woche gemacht worden, da die Schüler/innen sich intensiv und über einen langen Zeitraum in Betriebsabläufe einarbeiten können. Die Schüler/innen erkennen den Zusammenhang zwischen schulischen und beruflichen Anforderungen, erleben sich als „Mitarbeiter“ im beruflichen Kontext und erhalten dadurch eine Wertschätzung außerhalb der Schule.
Dies führt häufig zu einem Motivationsschub auch für schulische Inhalte.
Die Schüler/innen entwickeln eine realistische Berufsperspektive und können über einen längeren Zeitraum ihre Stärken herausarbeiten, entwickeln und präsentieren.
Der Schule erschließen sich tiefere Einblicke in betriebliche Strukturen und Abläufe, wobei sich die Ausbildungspartner wechselseitig zu neuen Erkenntnissen verhelfen.
Die Betriebe erhalten die Chance, eine/n Schüler/in als Mitarbeiter für ein Jahr zu gewinnen und sich ein realistisches Bild von dessen/deren Potential zu machen. Der Betrieb erhält den Anreiz, einen passgenauen Mitarbeiter für eine spätere Ausbildung zubekommen.
Die Kuhlenkampschule führt das Projekt Betrieb und Schule (BuS) seit dem Schuljahr 2003/2004 durch. Insgesamt haben davon einschließlich der Klassen 10 im Schuljahr 2014/15  125 Schülerinnen und Schüler profitiert.
Davon haben bislang 28 SchülerInnen einen Gesellenbrief erhalten, 14 haben eine Arbeitsstelle und 29 befinden sich noch in der Ausbildung. Das entspricht einer Übergangsquote in den 1. Arbeitsmarkt von 66%.
Dazu kommen noch diejenigen SchülerInnen, die eine Berufsvorbereitungsmaßnahme (BvB) oder eine von der Arbeitsagentur geförderte Ausbildung bei einem Berufsbildungswerk machen. Rechnet man diese dazu, erhöht sich die Übergangsquote nochmals um 11 Punkte auf 77%. Das entspricht in etwa der erwarteten Erfolgsquote des Landes NRW.