…und plötzlich ist ein Baby da

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a waren für vier Tage Mutter bzw. Vater. In der Zeit vom 03.-07.Juni 2019 konnten 12 Schüler im Rahmen des Aufklärungsunterrichtes erfahren, wie viel Verantwortung die Betreuung eines Babys kostet und sie stellen schnell fest, dass es nicht einfach ist, sich Tag und Nacht um ein Baby zu kümmern.

Organisiert wurde das Projekt nicht nur von der Klassenlehrerin Daniela Büren und der Schulsozialarbeiterin Annegret Senne, sondern in erster Linie von Frau Jutta Bleckmann vom Institut für seriöse Gesundheitsberatung (ISG), die die Baby-Simulatoren mitbrachte und von Frau Mirjam Frömrich von den Frühen Hilfen Minden, die für das Projekt 2000 Euro zur Verfügung stellten.

Am ersten Tag des Projektes brachte Frau Bleckmann fünf Babysimulatoren mit, die nicht nur realistisch aussahen, sondern auch noch wie echte Babys reagierten. Wie bei richtigen Säuglingen wurde den Schülern gezeigt, wie man das Baby füttert, wie man die Windel wechselt und wie man es beruhigen kann (Wiegen und Bauch reiben). Frau Bleckmann zeigte den Schülern außerdem mit anderen „Puppen“, wie ein Baby aussehen und reagieren kann, wenn vor/während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert wird, oder die werdenden Eltern drogenabhängig sind. Auch ein „Schüttelbaby“ hatte sie dabei, bei welchem man erkennen konnte, an welchen Stellen des Gehirns Blutungen entstehen, wenn man ein Baby schüttelt.

Damit die Schüler der 9a selber erleben konnten, wie die Versorgung eines gesunden Babys funktioniert, nahmen sie dann am zweiten Projekttag ihre fünf zur Verfügung stehenden Babysimulatoren mit nach Hause. In Teams wurden die Babys dann bis Freitag ohne Pause Tag und Nacht versorgt. Unterrichtsinhalte rund um das Thema „Baby“ ergänzten das Projekt.

Am Donnerstag besuchte Frau Frömrich von den Frühen Hilfen Minden die Klasse und stellte ihre Beratungsangebote vor und erarbeitete mit den Schülern, in welchen Situationen während und nach der Schwangerschaft man vielleicht Hilfe benötigt und bekommen kann.

Die Versorgung der Babys wurde in allen Einzelheiten protokolliert und am Freitag in der Schule dann ausgewertet und besprochen. Die Schüler der 9a wirkten am letzten Tag müde und waren am Ende froh, dass die Nächte zukünftig wieder länger und ruhig sein werden. Zu erfahren, wie viel Zeit, Verantwortung, Kraft und Nerven die Versorgung eines Säuglings kostet, war für die Schüler der 9a eine wertvolle Erfahrung. Das Fazit der Klasse: „Wir wollen mal Kinder haben - aber erst später“.